Feb 25

Stellungnahme des 1. Vorsitzenden zur Notwendigkeit des Polizeibootes am Tegernsee

Der Tegernsee hat eine Gesamtfläche von 8,934 km² und wird als öffentliche Verkehrsfläche,
touristisch, sportlich und gewerblich erheblich genutzt.

Am Tegernsee sind über 300 Segelboote (organisiert in vier Vereinen und zahlreichen privaten
Bootsanlegern), zahlreiche Surfer, viele Kitesurfer, gewerbliche Bootsvermieter für Elektro, Ruder- und
Tretboote, gewerbliche Segelbootsvermieter und Eventveranstalter, mehrere Segelschulen, ein
Ruderclub, ein Tauchclub, eine Tauschschule, zahlreiche Hobbytaucher, die Berufsfischerei, zahlreiche
Hobbyfischer und die staatliche Seenschifffahrt mit dem sehr umfangreichen Linienverkehr
beheimatet.

Ferner dient der Tegernsee als Ausflugs-, Fremdenverkehrs- und Naherholungsziel. Hieraus kommen in
den Sommermonaten zahlreiche Segelurlauber, Kanufahrer, Ruderer, Schwimmer und Gastfischer etc.
hinzu.

Der Tegernsee verfügt über einmalige und schützenswerte sieben Naturschutzbereiche:
– Ringseeinsel
– Schilfzonen westlich der Ringseeinsel
– Schilfzone nördlich St. Quirin
– Schilfzone westlich des Mangfallausflusses
– Schilfzone in der Finnerbucht
– Schilfzone beim Grundner-Hof
– Schilfzone bei Kaltenbrunn
Dies ist sehr umfangreich in der Tegernseeschutzverordnung geregelt.

Alleine diese oben genannten Fakten sprechen für ein Polizeiboot am Tegernsee.
Bei großen Meisterschaften und Regatten des Yacht-Club Bad Wiessee (z.B. Deutsche Meisterschaft im
Match Racing) wurden in den letzten Jahren die vor Ort befindliche DLRG und Wasserwacht gerade an
Wochentagen von dem auf Steife befindlichen Polizeiboot unterstützt. Außerdem soll nicht unerwähnt
bleiben, dass die Polizei nach den Seefesten nachts auf dem See patrouilliert und somit für die
Sicherheit der Segler und Bootsfahrer sorgt.

Aus Sicht des Yacht-Club Bad Wiessee ist die Notwendigkeit eines Polizeibootes am Tegernsee
unbestritten. Die weitere Notwendigkeit wurde von Herrn Sigel schon ausführlich erläutert und geht
u.a. eindeutig aus der Bayerischen Schifffahrtsordnung hervor. Am Tegernsee können wir nur von Glück
sprechen, dass es in den vergangenen Jahren zu keinen größeren Zwischenfällen kam.
Dass das etwa 25 Jahre alte Polizeiboot im Moment nicht dem aktuellen Stand der Anforderungen
entspricht und in den nächsten Jahren durch ein moderneres Einsatzboot ersetzt werden muss, ist
unbestritten und steht zum heutigen Zeitpunkt nicht zur Diskussion.
Gerne lade ich die Pressevertreter und die zuständigen Bürgermeister zu einer gemeinsamen
„Befahrung“ des Tegernsees mit einem Segelboot ein.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Kathan